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Camperausbau Teil 3: Die Elektrik

Da ist es: das Buch mit 7 Siegeln – Zumindest für mich. Aber zum Glück ist Carsten gelernter Elektriker und kennt sich deshalb in Sachen Spannung bestens aus. Wir werden immer wieder gefragt, wie genau wir das mit Solar usw. im Bus machen. Darum haben wir uns nun dazu entschlossen einmal alles so gut es geht zusammen zu tragen. Was wir immer wieder gefragt werden:

Lohnt sich Solar überhaupt?

Das kann man eigentlich ganz leicht beantworten. Stellt euch einfach folgende Frage: Wollt ihr frei stehen oder auf Campingplätzen? Wenn ihr mit eurem Gefährt eh nur auf festen Plätzen mit Stromanschluss stehen wollt, dann ist die Kosten-Nutzen-Rechnung in Sachen Solar ganz klar dagegen. Wenn ihr aber frei stehen und trotzdem in den Genuss von Strom kommen wollt, dann ist das ein Luxus, auf den wir zumindest nicht verzichten möchten.

Sicherlich gibt es diverse Wege sich Solarstrom in den Bus zu bauen, wir erzählen euch jetzt mal, wie wir das gemacht haben:

1. Solarpaneele / PV-Module

Zu allererst benötigt ihr natürlich – und da bin sogar ich als Nullchecker drauf gekommen – Solarpaneele bzw. PV-Module. Wir haben hier ein PV-Modul (Photovoltaik) mit 310 WP (das sind Wattpeak) verbaut. Kosten hierfür liegen bei ca. 150 Euro. Das klingt jetzt für Strom ohne Ende natürlich gar nicht so schlimm, aber lasst euch sagen – da folgt leider noch so einiges mehr, was man benötigt. Unser Panel ist von der Firma Axitec verbaut, das gibts aber nur im Fachhandel. Vergleichbar ist das hier. Wenn ihr aus der Nähe von Flensburg kommt, dann dürft ihr euch aber auch gerne bei uns melden.

2. Laderegler

Den brauchen wir, um den erzeugten Strom des Solarpanels auf die von der Batterie benötigte Ladespannung zu transformieren. Wir haben uns hier für den Victron SmartSolar MPPT Laderegler entschieden – Wichtig ist „MPPT“ – das ist deutlich effizienter und bei der Wahl des Solarpanels ist man flexibler. Außerdem hat er eine Bluetooth-Schnittstelle, so kann man in der App sehen, wieviel Energie man gerade produziert. Und glaubt mir: das macht richtig Spaß 😀

3. Batterie

Wir müssen den Strom nun ja noch irgendwie speichern, denn sonst haben wir ja nur Licht, wenn die Sonne scheint. Das ist natürlich etwas unpraktisch. Wir haben 2 AGM-Batterien mit jeweils 95 AH verbaut. Warum wir zwei haben? Es war keine große auf Lager und wir wollten dringend los 😉 Diese haben wir parralel geschaltet. Hat was mit der Spannung und Leistung zu tun … macht das einfach so! 😉 Für Detailfragen, schreibt uns per Instagram, dann kann der Mann direkt antworten.

4. Diverses

Jetzt brauchen wir natürlich noch diverse Kabel, Sicherungen, Sicherungshalter und eventuell einen Wechselrichter / Inverter, wenn wir statt 12 V (das ist ist so viel, wie der Zigarettenanzünder im Auto) 230 Volt – Geräte nutzen wollen.

Fertiger Bausatz

Das ist nun natürlich alles keine detaillierte Anleitung – die werden wir hier auch nicht reinstellen, denn Elektronik ist halt kein „Spielkram“ und wir möchten hier nicht für ein abgebranntes Auto oder gar schlimmeres verantwortlich sein. So haben wir es gelöst und Dank Carsten hat zumindest einer von uns das technische Know How. Einfacher, jedoch auch teurer ist es, sich einen fertigen Solar-Bausatz zu kaufen. Zum Beispiel den von Offgridtec.

In jedem Fall ist die ganze Sache eine enorme Bereicherung für uns und wir möchten beide nicht mehr drauf verzichten! Wie habt ihr das gelöst? Oder überlegt ihr noch, ob sich das für euch lohnt?

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